Alles sicher – der Kamerarucksack Camsafe V9 von Pacsafe

Alles sicher – der Kamerarucksack Camsafe V9 von Pacsafe

Der Camsafe V9 ist ein kleiner Fotorucksack der Marke Pacsafe. Die Pacsafe-Idee: Reisegepäck besser vor Diebstahl schützen. 

Gut zu wissen, dass das Fotoequipment beim Spaziergang durch die Menschenmengen einer Metropole gut geschützt ist vor unautorisierten Zugriffen. Pacsafe hat sich die Aufgabe gestellt, Langfingern das Leben so schwer wie möglich zu machen, wenn sie ihre Griffel nach Reisetaschen, Handtaschen, Rucksäcken oder eben auch Fototaschen ausstrecken. Wer die Sicherungen einer Pacsafe-Tasche öffnen will, muss sich einige Sekunden Zeit nehmen – Zeit, die Taschendiebe nicht haben. Auch beim kleinen Kamerarucksack Camsafe V9 hat Pacsafe Riegel vorgeschoben, um das teure Transportgut vor Diebstahl zu schützen.

Ich habe den Camsafe V9  nun schon einige Zeit in Gebrauch und nutze ihn im Urlaub, bei Städtetrips oder auch mal bei kurzen Fototouren in heimischen Gefilden. Vor allem die kleinen Details in Sachen Gepäcksicherung machen den Camsafe V9, aber auch sie anderen Fotorucksäcke von Camsafe, sehr interessant. Mittlerweile ist die Camsafe-Familie gewachsen und bietet auch deutlich größere Rucksäcke als den V9 an.

Die Sicherheitsmerkmale

Karabiner und Drahtschlaufen: Die Läufer der Reißverschlüsse haben Metallkarabiner, die, wenn der Reißverschluss geschlossen ist, in Stahldrahtschlaufen eingehängt werden. Die Drahtschlaufen wiederum werden von Gummibändern in Stoffhüllen gezogen, sodass der gesamte Schließmechanismus verdeckt ist. Es dürfte kaum möglich sein, unbemerkt Karabiner und Metallschlaufe aus der Hülle zu ziehen, den Karabiner auszuhängen und den Reißverschluss zu öffnen.

Gurtclip mit Doppelverschluss: Der breite Brustgurt enthält Drahtseile. Der Gurt ist somit gegen Versuche, ihn mit einem Messer durchzutennen gut gewappnet. Der Gurt kann mit an einem Clipverschluss geöffnet werden. Ideal, um den Rucksack während einer Kaffeepause mit dem Brustgurt an einem Tischbein oder einem Stuhl zu befestigen. Der Clou: Der Clip kann nicht durch einfaches Zusammendrücken der seitlichen Drucklaschen geöffnet werden. Wer den Clip öffnen will, muss noch einen weiteren Knopf drücken. Mal kurz im Vorübergehen Gurt öffnen, Rucksack schnappen und die Flucht ergreifen – geht nicht. Man muss schon stehen bleiben und beide Hände einsetzen, um den Gurtverschluss zu lösen.

Innennetz: In das Gewebe des Rucksacks ist ein Sicherheitsnetz eingearbeitet. Es verhindert, dass der Rucksack unbemerkt aufgeschlitzt werden kann.

Datenschutz: Auch Datendieben vermiest der Pacsafe die Tour. Sein RFID-Schutz verhindert das unbemerkte Auslesen von Daten, die zum Beispiel auf Chipkarten hinterlegt sein können.

Was passt rein in den Camsafe V9?

Der Camsafe V9 ist ein kleiner Fotorucksack, der mit einem einzelnen breiten Brustgurt getragen wird. Der Verschluss des Rucksacks ist übrigens seitlich angebracht. Das irritiert auf den ersten Blick, ist aber genau richtig, wenn man den Rucksack auf dem Rücken hat.

Öffnet man den Camsafe V9 zum ersten Mal, drängt sich spontan die Frage auf, was da eigentlich rein soll. Denn nach viel Platz sieht es nicht aus, was im Kamerafach zum Vorschein kommt. Zudem verdeckt der Verschluss nach dem Öffnen einen Teil des Stauraums. Der Camsafe V9 kommt auf den ersten Blick nicht als Raumwunder daher.

Doch der Schein trügt. Eine DSLR, ein Tele- und ein Normal- oder Weitwinkelobjektiv finden problemlos Platz im Kamerafach. Wer eine Systemkamera nutzt, bringt noch etwas mehr unter. Ich hatte kürzlich die Sony A7, das FE 2,8/90 Makro, das FE 55/1,8 sowie einen Blitz nebst Fernsteuerung im V9 dabei. Auch eine DSLR, ein 2,8/70-200 Tele und ein 50 Millimeter wurden schon darin verpackt. Die Raumaufteilung kann mit fünf beliebig fixierbaren Innenpolstern nach Wunsch gestaltet werden.

Wer jedoch die große Tour plant und neben mehreren Kameras und Objektiven auch Stativ, Blitze und manches mehr mitnehmen will, für den ist der V9 nicht die richtige Wahl.

Des Weiteren hat der Camsafe V9 eine Außentasche, die ebenfalls mit einem Sicherheitsreißverschluss ausgestattet ist. Dort passen Smartphone, Schlüssel, Speicherkarten, Stifte, Notizblock, Ersatzakkus rein – der übliche Kleinkram eben. Zusätzlich gibt es noch eine offene Seitentasche für eine Trinkflasche. Die bleibt allerdings ungesichert – doch dieser Verlust wäre im Notfall zu verschmerzen. Auf der Rückseite befindet sich ein schmales Fach für ein Tablet oder Notebook bis maximal 11 Zoll Größe. Der Reißverschluss des Fachs ist ebenfalls  gesichert.

Handhabung und Tragekomfort

Der Camsafe V9 wiegt etwa 750 Gramm und wird, wie schon erwähnt, mit einem diagonalen Brustgurt fixiert. An der Seite wird zusätzlich ein schmaler Riemen in den Brustgurt eingeclippt, sodass der Rucksack sicher sitzt. Will man an die Ausrüstung, dreht man den Rucksack nach vorne auf die Brust. Die Öffnung zum Kamerafach hat man dann direkt vor der Brust und kann die Kamera nach oben aus dem Rucksack ziehen. Es besteht also nicht die Gefahr, dass einem das Equipment beim Öffnen des Rucksacks zu Boden purzelt.

Der Brustgurt ist breit und ausreichend gepolstert. Das Rückenteil hat ein strukturiertes festes Polster, das  etwas Luft zikulieren lässt. Ich fand den Camsafe V9 immer angenehm zu tragen. Sollte es während der Tour regnen, kann der Camsafe V9 in eine Regenhülle gepackt werden.

Dieser Kamerarucksack empfiehlt sich für jeden Fotografen, der viel mit kleinem bis mittlerem Equipment unterwegs ist und Wert auf Sicherheit legt. Allerdings: Die Sicherheit hat ihren Preis. Zurzeit (März 2017) sind für den Camsafe V9 zirka 130 Euro zu berappen. Er ist es meiner Meinung nach aber Wert. Gutes Konzept, gute Verarbeitung, klasse Materialien, gute Funktionalität.

Die Bildergalerie zeigt einige der Details des Camsafe V9 wie zum Beispiel die Verschlüsse, das Rückenpolster sowie Seitenfach und Kamerafach.

 

 

 

 

chrib
studierte Technische Biologie und Wissenschaftskommunikation. Er arbeitet als Texter und Fotograf für Unternehmen, Agenturen und Organisationen.

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