Konzertfotografie – Uraufführung der “Sinfonie der Kulturen”

Konzertfotografie – Uraufführung der “Sinfonie der Kulturen”

Adrian Werum ist Komponist und lebt in Stuttgart. Für ein Musikprojekt mit Geflüchteten aus dem Irak und Syrien sowie dem Solitude-Chor aus Stuttgart und dem Orchester der Kulturen hat er eine Sinfonie komponiert. Die Uraufführungen in Stuttgart beeindruckten. Ein kurzer Bericht mit Fotos.

Schon mal Instrumente namens Duduk oder Oud gesehen, geschweige denn gehört? Als Musikfreund aus dem mitteleuropäischen Raum darf man diese Frage getrost mit “Nein” beantworten. Im arabischen Raum sind diese Instrumente weit verbreitet. Das Duduk ist eine Art Flöte und insbesondere in Armenien sehr beliebt. Die Oud ähnelt einer Mandoline oder Laute.

Sinfonie der Kulturen: Musik der Orients und des Okzidents verschmelzen

Für die Sinfonie der Kulturen hat sich Adrian Werum intensiv mit der Musik des Orients beschäftigt und nach Wegen gesucht, sie mit der europäischen zu verknüpfen. Er hat einen guten Weg gefunden und somit ein außergewöhnliches Werk geschaffen. Das Besondere an der Sinfonie der Kulturen ist seine Entstehungsgeschichte. Als Adrian Werum und der Leiter des Solitude-Chors, Klaus Breuninger, mit dem Projekt begannen, gab es nur Ideen, keine Noten. Erst in der Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen aus dem Irak und Syrien, durch den Austausch und die Erfahrungen mit der anderen Musikkultur entstand die Sinfonie der Kulturen.

Uraufführungen begeistern das Publikum

Die Uraufführungen am 16. und 17. Juli 2016 im Stuttgarter Römerkastell gingen manchem Zuhörer sehr nahe, denn die Sinfonie konfrontiert mit den Geschichten und den Schicksalen der Flucht. Sie berichtet über die dramatische Fahrt über das Mittelmeer, über gierige Schlepper und über Soldaten, die erschöpfte Flüchtlinge gängeln. Aber die Sinfonie der Kulturen steht auch für Hoffnung, Aufbruch und eine glückliche Zukunft in Freiheit. Sie ist kein erdrückendes Werk, aber eines, das Leid und Freude gleichermaßen Raum lässt.
Die Musik reicht von traditionellen Liedern aus Syrien und dem Irak über Chorgesang bis zu Musical und Jazz. Adrian Werums “Orchester der Kulturen” zeigte sich als der ideale Partner für diese Bandbreite an Stilen. Das Orchester verfügt über Streicher, Holz- und Blechbläser, E-Gitarre, Kontrabass, Percussion, Didgeridoo, Alphorn, Hackbrett, Duduk und manches mehr, was man für ungewöhnlichen multikulturellen Sound so alles braucht.

Ob und wann die Sinfonie der Kulturen wieder aufgeführt wird, ist offen. Zu wünschen wäre es dem Werk, den Künstlern und dem Publikum.

Hier einige Fotos von der Uraufführung. Alle Aufnahmen: Sony a7 mit FE 1,8/55 Zeiss oder FE 28/2 sowie Sony a900 mit Sigma 2,8/70-200.

Christoph Bächtle
studierte Technische Biologie und Wissenschaftskommunikation. Er arbeitet als Texter und Fotograf für Unternehmen, Agenturen und Organisationen.

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